Wir beginnen heute damit an dieser Stelle regelmäßig unsere Reflektion (DeBrief) zu teilen, die wir nach jedem Einsatz durchführen. Der Debrief erfolgt in mehreren Stufen, die wir gemeinsam durchlaufen.

Die Phasen sind:

  1. Freie Reflektion über den Einsatz
  2. Safety (Ein Entwicklungsfeld, dass jemand für sich persönlich entdeckt hat, dass zugleich von anderen im Team noch nicht angesprochen werden darf)
  3. Was war gut?
  4. Raum für Verbesserungen
  5. Erkenntnis des Tages

Was war gut?

Vorbereitung (Brief) eines Einsatzes.

Wir sind es gewohnt, dass Lernende von Wissenden hören, wie es gemacht wird. Der Lernende nimmt dabei das Erklärte als festen Ablauf, hört gut zu, schreibt auf und versucht manches auswendig zu lernen. Er ist dabei im Passiv-Modus. Das heißt, er ist beengt in seinem Zuhören und Analysieren und fixiert darauf, dass der Ablauf abläuft, wie geplant. Wenn die Situation sich verändert und nicht mehr mit dem Erwartetem übereinstimmt, gerät der Lernende in die Blockade und wird entweder dirigistisch oder konfus.

  • Die Lösung: Der Lernende erzeugt den Brief selbst und der Wissende weist durch Fragen auf Widersprüche bzw. Lücken hin. Vorteil: Der Lernende ist im Aktiv-Modus und erzeugt das Wissen selber. Er hat dadurch ein klares Verständnis von den Zielen und den Abläufen, ist vorbereitet, sowohl auf mögliche Varianten als auch auf Überraschungen.
  • Der Verbesserungs-Prozess (KVP) bekommt dadurch eine höhere Qualität, weil jetzt sofort auf der Wissensebene eine Übertragung in beide Richtungen stattfindet, nämlich zwischen Wissendem und Lernendem.
  • Dazu kommt noch, dass der Lernende dabei noch zusätzlich sehr viel über die Sinnhaftigkeit seiner Arbeit erfährt. Und auch stark zum Thema Wissensvermittlung reflektiert. Durch beides können auch wieder neue Handlungsoption für die Arbeit entstehen.
Qualität durch Offenlegen von Fehlern

Wenn man sich als Berater traut, den Kunden auf einen Fehler hinzuweisen, den man selbst gemacht hat, passiert folgendes:

  1. Beziehung zum Kunden festigt sich.
  2. Durch die Bearbeitung des Fehlers, wird die Qualität des Falles verstärkt.
  3. Verständnis für den Verbesserungsprozess wird auf beiden Seiten größer.
Einsatzdichte

Durch die Anzahl der Einsätze in der KW 28 ist die Flughöhe und Intensität bei Denken gesteigert worden. Vermutlich auch die Erkenntnisdichte und -Qualität.

Erkenntnis zur Kundenfindung

Wenn wir uns klar machen in welcher Form der Kunde gerade organsiert ist, können wir in Zukunft auch klar erkennen, ob er überhaupt raus will. Vor allem wenn der Kunde in dieser Form schon länger unterwegs ist. Dann müssen wir dem Kunden auch nichts überhelfen. Das gilt vor allem bei Kunden, die durch „Zufall“ zu uns geschwemmt werden.

Daraus können wir schließen, dass wir durch unsere Kampagnen viel eher mit den richtigen Kunden in Kontakt kommen. Vielleicht nicht gleich zu Anfang, aber in dem Maße, in dem wir auch die Qualität der Kampagnen verbessern.

Erkenntnis zum Rahmen

Wir kommen in Zukunft unserem Ansatz wieder näher, weil wir erkannt haben, dass der Rahmen wirklich neutral ist. Die Teilnehmer können entscheiden, mit welcher Haltung sie den Parcours durchlaufen wollen. Sie haben alle auch Erfahrungen gemacht, wie Stillstand oder Entwicklung erzeugt werden kann und welche Rolle sie dabei haben können.

Room for Improvement

  • In Zukunft grundsätzlich den Brief eines Einsatzes in dieser Form aufsetzen. Wenn die beiden Beteiligten auf „Augenhöhe“ sind, dann werden die Rollen wechselseitig besetzt, um den Prozess zu üben und zu verbessern.
  • Das Finden der richtigen Flughöhe weiter üben.
  • Die Dokumentation des DeBriefs in den täglichen DeBrief integrieren (z.B. durch Diktieren mit der Voicefunktion)
  • Montag als Setuptag erweitern um den Wochen-DeBrief und die Planung der aktuellen Woche.
  • Die Planung soll dazu dienen, dass wir in der Woche Zeit für alle drei Kanäle finden und das Verhältnis zwischen Kundenbetreuung und -Gewinnung sollte ausgewogen sein. Darüber hinaus sollte immer ein weiterer Tag pro Woche übrig bleiben, der nicht durch Kundentermine geblockt ist.

Wochenerkenntnis

Wir Menschen tun vieles dafür, um unsere unangenehmen Lebens- oder Arbeitssituationen aufrechtzuerhalten. Und das ist auch von uns so gewollt. Wenn wir erkennen würden, dass wir uns für Stillstand oder Entwicklung bewusst entscheiden, würden wir das Salz aus der Suppe nehmen und der Geschmack der im Verharren oder der Entwickeln liegt, würde verloren gehen.


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